Der Flughafen ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Verkehrsinfrastruktur und soll das bleiben!

Sehr geehrter Herr OB Brand,

sehr geehrter Herr Wehr,

liebe Kolleginnen und Kollegen!

Um das Ergebnis vorweg zu nehmen: die FW stehen weiterhin zum Flughafen und damit zu einer finanziellen Unterstützung, die in den nächsten Jahren nicht unerheblich sein wird. Klar ist allerdings, dass es ein „weiter so“ natürlich nicht geben kann. Dazu zwingt uns bereits die Coronakrise, die mit ihren Auswirkungen uns aktuell deutliche Grenzen des Machbaren und Erreichbaren aufzeigt, aber auch Kräfte freisetzt. Daher halten wir es augenblicklich für den absolut schlechtesten Zeitpunkt überhaupt, den Flughafen, wie dies die Vertreter der Grünen fordern,  abzuwickeln, also nicht mehr in „Zukunft“ und all das zu investieren, was gerade in Friedrichshafen, der Heimat des Zeppelin und des Fliegens einen wesentlichen Teil unserer Identifikation ausmacht.

Wir FW sind sehr dankbar für die sehr fundierte und vor allem kritische Auseinandersetzung des Aufsichtsrates und der Geschäftsführung mit verschiedensten Szenarien, die natürlich – und so ehrlich müssen wir sein – ein Restrisiko bezüglich ihres Eintreffens offen lassen. Das haben Berechnungen und Szenarien nun mal so an sich. Trotzdem halten wir FW diese Berechnungen durch die Beratungsgesellschaft Berger für angemessen und realistisch, alle verbundenen Risiken sind sauber aufgeführt, ebenso die finanziellen Auswirkungen für die nächsten Jahre, sowohl für den Betrieb als auch die Investitionen, die notwendig werden. Wir sind auch sehr dankbar dafür, dass eine so intensive parlamentarische Auseinandersetzung mit allen Aspekten und mit beiden Gremien – Kreistag und Gemeinderat – möglich war, so dass wirklich Jeder die Chance hatte, sich damit kritisch auseinanderzusetzen.

Und jetzt ist es an der Zeit, eine politische Entscheidung zu treffen, denn die Zeit drängt und die Handelnden benötigen Klarheit. Der Kreistag hat sich bereits klar positioniert und sich für den Flughafen ausgesprochen, unserer Ansicht nach mit guten Gründen. Für uns FW sieht unsere politische Gewichtung folgendermaßen aus:

  • Mobilität ist ein Grundbedürfnis des Menschen, Fliegen ist ein Menschheitstraum. Wenn wir unserer Region dieses Grundbedürfnis entziehen, werden die Bürger dieses Bedürfnis sich am Nachbarflughafen erfüllen.
  • Der Flughafen ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Verkehrsinfrastruktur. Dass wir weder mit einem zufriedenstellenden Straßennetz noch zuverlässigen und schnellen Bahnverbindungen gesegnet sind ist ein allseits bekanntes und beklagtes Faktum! D.h. die Anbindung an Drehkreuze in die Welt ist zeitsparend und effektiv nur über den Flughafen und sein Angebot gegeben und dies wird auch in Zukunft trotz zu erwartenden Verbesserungen im Zugverkehr weiterhin der Fall sein. Dies hat ja selbst im Gutachten des Forums ökologisch-sozialer Marktwirtschaft Friedrichshafen als einzigen Regionalflughafen vor den kritischen Betrachtern bestehen lassen auf Grund seiner hohen Konnektivität für die Region! Wir investieren auch in unseren ÖPNV im Bodenseekreis mit eigenen und Landesmitteln die nicht unerhebliche Zahl von 17Mio € jährlich und werden sicherlich in Zukunft noch mehr investieren und das ist auch gut so, genauso wie es gut sein kann in den Flughafen als weiterem Teil der Verkehrsinfrastruktur zu investieren – das eine tun und das andere nicht lassen.
  • Der Flughafen ist auf Grund seiner Strahlkraft ein belebender Wirtschaftsfaktor für die Region Bodensee und darüber hinaus! Er bietet Standortvorteile für die Unternehmen in der Region, Unternehmen, die international unterwegs sind, die Arbeitsplätze sichern und damit auch Wohlstand. Genau diese Unternehmen benötigen die Konnektivität, die Anbindung an die Drehkreuze. Natürlich wird, auch initiiert durch Corona die Reisetätigkeit nach der Krise nicht mehr das Vorkrisenniveau erreichen, was wir durchaus als sinnvoll ansehen: unnötiges Fliegen im Businessbereich sollte vermeiden werden! Dies wurde jedoch in den vorgestellten Szenarien gebührend berücksichtigt.
  • Die viel bemühte Umwegrentabilität ist nicht wegzudiskutieren, die Stadt und die ganze Region profitieren davon! Auch die internationalen Leitmessen, wie AERO, Fakuma und Eurobike sind ohne Flughafen nicht mehr denkbar, die AERO wäre natürlich schlicht weg. Auf unseren Messestandort hätte die Schließung des Flughafens gravierende Auswirkungen!
  • Und last but not least ist der Flughafen ein Identifikationsmerkmal der Region, dies ist unbestritten. Graf Zeppelin mit seinem Traum des Fliegens und alles was in der Folge daraus geworden ist hat bedeutende Ingenieure und innovative Ideen in die Region gebracht – und Arbeitsplätze! Friedrichshafen ist mit Zeppelin und den Luftschiffen untrennbar verbunden!

Natürlich sind uns die Klimaziele und das Pariser Abkommen wichtig, daher sollten Flüge die nicht notwendig sind unbedingt vermieden werden. An dieser Stelle muss sich jeder Bürger selbst an die Nase fassen. Es sollte auch mit Nachdruck an innovativen Technologien insbesondere die klimaneutrale Herstellung des Kerosins oder anderer gearbeitet werden.

Daher hat der Flughafen, insbesondere die Geschäftsführung klar den politischen Auftrag, soweit es in ihrer Macht steht an dem Ziel, in Richtung Klimaneutralität sich zu entwickeln zu arbeiten, was bereits wo immer es geht auch getan wird. Diese Anstrengungen zu verstärken ist erklärter politischer Wille.

Friedrichshafen kann auch hier seinen Teil dazu beitragen, in der Zukunft fliegen so zu gestalten, dass die klimaschädlichen Auswirkungen erheblich reduziert werden. Schön wäre auch, wenn unsere innovative Region zur Entwicklung alternativer Technologien ihren Beitrag leistet und somit im Bereich Forschung, soweit dies möglich ist sich beteiligt.

Eine operative „schwarze Null“ als Zielvorgabe für den Flughafen in den nächsten Jahren ist unabdingbar, aber aus unserer Sicht nach Bewertung aller vorliegenden Zahlen, Daten und Fakten machbar.

Wir FW wollen dem Flughafen diese Chance geben und stimmen daher der Vorlage der Verwaltung vollumfänglich zu.

Dr. Dagmar Hoehne

Für die Fraktion der FW

Christopher 45 soll bleiben!

Sehr geehrter Herr OB Brand,

sehr geehrter Herr Prof. Wenzel,

sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,

ich spreche heute im Auftrag aller im Gemeinderat der Stadt FN vertretenen Fraktionen zu dieser Resolution, was deutlich machen soll, dass wir Alle, ohne Zweifel zu einem Verbleib von Christopher 45 am Klinikum in FN stehen.

Unzweifelhaft sind wir der Ansicht, dass jede und jeder Mitbürger/In in BW dasselbe Recht auf die bestmögliche Notfallversorgung hat, egal ob er droht im Bodensee zu ertrinken, einen Unfall auf der Straße hat oder im Landkreis Sigmaringen einen Schlaganfall erleidet. Dies war sicher auch die Grundlage dieses vorliegenden Gutachtens des Instituts für Notfallmedizin und Medizinmanagement zur Untersuchung der Luftrettungsstruktur in BW, vom Innenministerium in Auftrag gegeben.

Allerdings formulieren die Gutachter selbst, dass die Limitierung dieses Modells dabei grundsätzlich in der Verfügbarkeit geeigneter und verwendbarer Daten liegt und führen als Beispiel die Wetterdaten bzw. Daten zu den Sichtverhältnissen an. So seien kleinräumige Wetterdaten nicht verfügbar, was uns laut Gutachten deutlich mehr Nebeltage beschert, als wir real haben: nämlich nur 15 der 34 Tage, an denen Christopher 45 nicht zum Einsatz kam waren tatsächlich im Indexjahr 2018 wetterbedingt durch Nebel betroffen, die anderen 19 Tage an denen Christopher 45 nicht flog ergaben sich durch die Nichtanforderung der Ravensburger DRK-Leitstelle und nicht durch Nebel.

Dasselbe könnte jetzt für die zugrunde gelegten Fluggeschwindigkeiten durchdekliniert werden. Wir haben dies bereits ausführlich vorher im Vortrag von Prof. Wenzel gehört!

Christopher 45 hat für den Bodenseekreis allerdings noch wesentliche weitere Aufgaben zu erfüllen, nämlich fliegt er in 18,5% Verlegungsflüge zu Kliniken der Maximalversorgung und dies ist auch dringend notwendig, da nirgends in BW die Entfernung zu diesen Kliniken größer ist, als im Bodenseekreis! Jeder Patient und jede Patientin, die darauf jemals angewiesen ist, wird dies mit Dankbarkeit registrieren!

Es gibt viele weitere und gewichtige Argumente, die für den Erhalt des Standortes in FN am Klinikum sprechen: Warum sollte ein Standort wenige Kilometer auf die grüne Wiese verlegt werden, wo es in FN am Klinikum ein gut eingespieltes Team gibt, hochkarätig personell besetzt und mit einer Klinik im Hintergrund mit notfallmedizinischer Kompetenz und langjähriger Erfahrung in der luft- und bodengebundenen Notfallversorgung?

Was ist mit unserer besonderen Situation am Bodensee, Rettungen Ertrinkender, aber auch als Tourismusregion mit über 3 Millionen Übernachtungen im Jahr, sowie mit der B31 als wichtiger Ost-West-Verbindung  und entsprechend ganzjährig sehr belasteten Straßen?

Was ist mit unserer Infrastruktur mit zahlreichen großen Industriebetrieben darunter 2 Seveso-II Betrieben, dem Flughafen, der Messe und auch den Einsätzen in der Schweiz und in Österreich, die nicht in das Gutachten eingegangen sind?

Auf all diese Aspekte ist Herr Prof. Wenzel eingegangen und hat damit die Besonderheiten dieser Region sehr fundiert aufgezeigt.

Ich will es nochmals betonen: Christoph 45 sollte definitiv kein Objekt politischer Eitelkeiten und Begehrlichkeiten werden, sondern da zum Einsatz kommen, wo er den größtmöglichen Nutzen aufweist.

D.h. nüchtern betrachtet benötigt der sogenannte „Kummerwinkel“ in den Landkreisen Sigmaringen und Zollernalb einer sinnvollen und den Bedarfen entsprechenden Lösung! Diese sehen wir aber durchaus in anderen Modellen gegeben, als in der Verlegung des Standortes von Christopher 45, nämlich z.B. in der ebenfalls angedachten Verlegung von Christoph 41 von Leonberg in die Region Tübingen/Reutlingen und/oder einer zusätzlich bodengebundenen Aufstockung eines zusätzlichen Notarztwagens am Krankenhaus Sigmaringen. Hierdurch würde die Zielsetzung, nämlich Versorgungsgerechtigkeit ebenfalls sehr gut dargestellt.

Will man nun politisch tatsächlich allen Ernstes ca. 7,5Mill. € für einen neuen Hubschrauberstandort  auf der grünen Wiese ausgeben und ein gut eingespieltes System mit bestehender hochkarätiger Besetzung zerstören, um es an einem anderen Standort neu aufbauen zu müssen, ohne Klinik vor Ort?

Unser Fazit und Appell an die Entscheidenden im Landtag ist klar: das kann und darf nicht sein! Die lokalen Gegebenheiten vor Ort müssen bei jedem der angesprochenen Vorschläge überprüft und gewertet werden, erst dann sind sinnvolle Entscheidungen möglich.

Wir appellieren daher an alle Verantwortlichen im Land bei dieser gewichtigen Entscheidung die Argumente und den Sachverstand der Region mit einzubeziehen und die politische Willensbekundung des Gemeinderates und des Kreistages ernst zu nehmen.

Christopher 45 muss am bisherigen Standort am Klinikum FN verbleiben!

Dr. Dagmar Hoehne/22.11.2020

Freie Wähler helfen bedürftigen und Absage der Mitglieder Versammlung

Liebe Mitglieder,

wir hoffen, ihr seid alle gesund und hattet ein schönes ruhiges Osterfest mit euren Lieben.

Heute eine etwas ungewöhnliche Mail bzw. Anliegen des Vorstands an euch!

1. Absage unserer Mitgliederversammlung am 06. Mai 2020

2. Spendenaufruf für bedürftige Bürger unserer Stadt

Wie ihr bestimmt aus der Presse entnommen habe, ist die Tafel Friedrichshafen, die Teestube, die Bahnhofmission und die Herberge geschlossen;

um nur einige Einrichtungen als Anlaufstellen für bedürftige Menschen jeden Alters zu nennen!

Durch die Corona Krise sind auch für arme Bürger wie auch obdachlose Menschen der Stadt  alle Möglichkeiten an eine warme Mahlzeit zu kommen, gleich null.

Aktuell ist eine Suppenküche (war in der Presse) an der St. Canisius-Kirche entstanden. 1 x am Tag um 12 Uhr wird hier eine warme Mahlzeit ausgegeben.

Freitag war ich dort und ca. 35 Menschen Männer und Frauen saßen in Abständen beim Essen.

Die Lebenshaltungskosten dieses Personenkreises sind somit immens gestiegen.

Wir, Freie Wähler Vereinigung FN e.V., möchten hier auch einen Beitrag leisten und eine Spende (mit Presse) überreichen,

für Einkaufsgutscheine a 10.-€.

Die Gutscheine/ Spende übereichen wir an Streetworker Florian Nägele, er ist hier stellvert. zu nennen, da er das Klientel gut kennt und mit allen Organisationen zusammenarbeitet.

Wir würden uns freuen, wenn ihr eine kleine Spende bis 01.05.20 auf unser Vereinskonto überweisen würdet.

Leider können wir keine Spendenbescheinigung ausstellen, da dies mit unserer Satzung nicht konform ist.

Freie Wähler FN e.V.

Bankverbindung

Sparkasse Bodensee

IBAN: DE55 6905 0001 0023 4617 91

Wir werden in regelmäßigen Abständen unseren anonymen Spendeneingang bzw. Spendenhöhe bekannt geben.

Bei Fragen bitte melden!

Im Namen des Vorstands Danke im Voraus an jede Spenderin und an jeden Spender.

Angelika

Die Kandidatenliste der Klufterner Freien Wähler steht.

Die Freien Wähler aus Kluftern haben am vergangenen Mittwoch ihre elf Kandidaten für die Ortschaftsratwahl 2019 nominiert. Damit sind alle Listenplätze besetzt.
Jürgen Durski, Vorsitzender der Freien Wähler leitete die Versammlung welche in kurzer Zeit problemlos über die Bühne ging.
Das Ziel der bisherigen Ortschaftsräte Peter Schwarzott, Alexander Ebe und Erwin Benz war es den Frauenanteil zu erhöhen und junge Kandidaten zu finden, welche aktiv am Dorfgeschehen /Vereine /Schule /Kindergarten /Berufsleben beteiligt sind. Bereits nach der Wahl wurden die anstehenden Themen für die nächste Legislaturperiode diskutiert und erarbeitet. Die Ziele und die Themen zum Wahlprogramm werden alsbald öffentlich vorgestellt.
Autor: Alex Ebe

Beschriftung Bild:
v.l.n.R:
Jürgen Durski (Vorsitzender); Melanie Fischer, Peter Schwarzott, Sabine Schmid; Peter Landolt; Silvia Wohlbold; Johann Späth; Alexander Ebe; Hans Härle (Ersatz); Erwin Benz; Elmar Lemmle; Robert Heske; Josef Schober (nicht auf Bild);